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Programmheft der Evangelischen Erwachsenenbildung

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Lernen für die Zukunft - Ein Nachmittag in der Lernwerkstatt

Seit Oktober 2016 verbringt eine kleine Gruppe aufgeweckter Flüchtlingskinder einmal wöchentlich einen Nachmittag in der „Lernwerkstatt“ im evangelischen Gemeindehaus in Allensbach. Eine Stunde vor Beginn trifft sich das ehrenamtliche Betreuungsteam zu einer kurzen Vorbesprechung, richtet den Raum her und legt verschiedene Lern- und Übungsmaterialien bereit.

Die Kinder kommen inzwischen gerne, was anfangs nicht immer der Fall war. Wenn alle Kinder dann da sind, sitzen sie gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helferinnen im „Stuhlkreis“. Nach der Begrüßung und den meist spontanen, bruchstückhaften Erzählungen der Kinder über ihre Erlebnisse wird mit Klavierbegleitung gesungen. Die Kinder lieben einfache Lieder, die zur Jahreszeit passen. Zum Teil kennen sie diese auch schon aus dem Schulunterricht in der Vorbereitungsklasse. Zum besseren Verständnis der Texte werden Bilder eingesetzt, die an den entsprechenden Liedstellen von den Kindern gezeigt werden. Nach anfänglichem Zögern beteiligen sich inzwischen alle Fünf mit Begeisterung am Gesang und erweitern damit spielerisch ihren Wortschatz.
Wie bei den erwachsenen Flüchtlingen liegt der Schwerpunkt der Förderung auch  bei den Schulkindern in der Sprachvermittlung. Es werden Namen, Adresse und Zeitangaben (z.B. Wochentage, Monate) eingeübt. Anhand von Fotokarten lernen die Kinder Begriffe, die sich auf Familie (z.B. Mutter, Vater, Bruder, Schwester), den Alltag (z.B. Kleidung, Lebensmittel) und die Natur (z.B. Jahreszeiten, Pflanzen, Tiere) beziehen. Wo immer es geht, regen die Helferinnen die Kinder dazu an, in einfachen Sätzen zu sprechen.
Ist der „Stuhlkreis“ beendet wird an getrennten Tischen gearbeitet. Es besteht die Möglichkeit, auf jedes Kind einzeln einzugehen und ihm entsprechend seinem Lernniveau angemessene Materialien anzubieten. Sind Hausaufgaben zu erledigen, so haben diese Vorrang. Hierbei ist  Unterstützung unbedingt erforderlich. Daneben bleibt oft auch noch Zeit für die Vermittlung von Grundkenntnissen in den Bereichen Rechnen, Lesen und Schreiben.
Nach Abschluss der Lernförderung versammeln sich alle Kinder und Erwachsene nochmals im „Stuhlkreis“ und beenden mit einem Lied und einem herzlichen Abschiedsgruß den Nachmittag.
Neben dieser Lerngruppe für Grundschulkinder werden auch noch einige Jugendliche individuell von  Ehrenamtlichen betreut. Gerade in den weiterführenden Schulen steigt die Stoffmenge, die in der fremden Sprache bearbeitet werden muss, beträchtlich. Ohne zusätzliche Hilfe ist das für kaum einen geflüchteten Schüler zu schaffen. Im neuen Schuljahr werden noch einige neue Kinder und Jugendliche aus der neuen Unterkunft für geflüchtete Familien die Lernwerkstatt besuchen.
Die Arbeit mit den Kindern und ihren Familien erfordert von den Ehrenamtlichen viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Der Lohn sind strahlende Kinderaugen und die gemeinsame Freude an kleinen Lernfortschritten.

Daniela Zepke

Andacht November 2017

zu Ezechiel 37, 27 von

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