Gedanken zur Tageslosung vom 01.07.2020

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR.Jeremia 23,24

Wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. 1. Korinther 8,3

Der große Prophet Elia hat viel mit Gott erlebt. Ein beeindruckendes Wunder, ein geistlicher Erfolg, das Volk stand auf seiner Seite, nach langer Zeit geistlicher und materieller Dürre war Segen und Regen gekommen. Aber das ist jetzt Lichtjahre entfernt. Durch die Drohung der Königin Isabel ist innerlich bei ihm alles zusammengebrochen. Er flieht. Er rennt in die Wüste. Er lässt sogar seinen einzigen Begleiter zurück. Er sitzt einsam in der Einöde. Und er will nur noch sterben. Innerlich und äußerlich am Ende seiner Kräfte. Lebensmüde.

Kennen Sie solche Gedanken? Befinden Sie sich vielleicht selbst in der Wüste? Allein und müde?

Es kann helfen zu sehen, wie Gott Elia geholfen hat. Er lässt ihn nicht allein. Elia hat selbst seinen letzten Begleiter weggeschickt, aber Gott kann man nicht wegschicken. Er ist auch jetzt bei Elia. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich, steht im 23. Psalm. Wir sind nie ganz alleine. Und wenn alle Menschen uns verlassen haben oder wir sie auch weggeschickt haben, dann schickt Gott uns eben seinen Engel, durch den er zu uns spricht.

Steh auf und iss, sagt er. Das klingt einfach und elementar. Aber ein guter Schlaf und das Aufwachen und Aufstehen nach dem Schlaf gehört ebenso zu der ganzheitlichen Seelsorge Gottes wie die Worte, die zu unserem Herzen sprechen. Steh auf und iss – wenn Sie aufstehen können, tun Sie das doch einfach. Wenn Sie laufen können, dann beginnen Sie damit. Wenn Sie sogar aus dem Haus gehen können, dann trauen Sie sich, das zu tun. Und wenn es irgendwann Essen gibt, dann essen Sie bewusst und freuen sich über die wunderbare Seelsorge Gottes, die in einem guten Essen steckt. 

Die Seelsorge Gottes geht aber noch weiter: Gott zeigt Elia ein Stück, was noch vor ihm liegt. Steh auf und iss, du hast noch einen weiten Weg vor dir.

Die Wüstenphase geht noch länger, mach dir nichts vor. Die Krise unserer Zeit mit all ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen dauert,                                                die Krankheit löst sich nicht von einem Moment zum nächsten in Nebel auf,                                                                       Beziehungen werden nicht von einem Tag zum anderen gesund. Jeder von uns weiß, dass wir Geduld brauchen. Aber der Weg wird zum Ziel führen. Elia wird 40 Tage und 40 Nächte weiterlaufen und dort am Horeb wird er Gott begegnen – nicht im Feuer, nicht im Sturm, sondern im stillen sanften Wehen. Er wird ihm seine ganze Last des Lebens noch einmal sagen. Gott wird ihn entlasten und erlösen und ihm einen Menschen schenken, der ihm hilft und später seinen Auftrag übernimmt.

Steh auf und iss, denn du hast einen weiten Weg vor dir.

Ich lade ein zum Gebet: Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, du siehst meine Situation heute. Danke, dass du immer noch bei mir bist. Danke für alles äußere Wohlergehen, Essen, Trinken und das Stück Gesundheit, das ich noch habe. Schenke mir am Anfang und am Ende des langen Weges die heilvolle Begegnung mit dir. Amen

So segne und behüte Sie der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilig Geist. Amen

Pfarrer Dietmar Heydenreich, aus Singen, Südstadt

Gedanken zur Tageslosung vom 04.07.2020

Der HERR spricht: Ich will mich zu euch wenden und will euch fruchtbar machen und euch mehren und will meinen Bund mit euch halten. 3. Mose 26, 9

Auf alle Gottesverheißungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. 2. Korinther 1, 20

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Andacht Juli 2020

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 1.Kön 19,7

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